Am 8. November 1944 wurden in den Abendstunden 23 junge Männer von den Partisanen aus ihren Häusern geholt und in das Gemeindehaus gebracht, wo sie übernachteten. Sie sollten nach Batschka Palanka, zu den Russen „Munition tragen“. Bei dem Marsch wurden sie von zwei einheimischen und zwei fremden Partisanen „begleitet“. Doch zum Ende des Eichelwaldes wurde südöstlich zur Donau abgebogen.

Hier bei einer Rast „nahmen sich russische Soldaten der Gruppe an“ und erleichterten die Männer um Messer, Gabel, Löffel und vor allem der Uhren und anderer Wertgegenstände. Dann ging es mit zwei Müllerzillen über die Donau. Den weiteren Weg nach Vrdnik, der über Neschtin, Susek, Tscherevitsch, Beli Manastir nach Vrdnik führte, schilderten Beteiligte als „einen wahren Kreuzweg“. Sie wurden furchtbar misshandelt und ihrer Habe, Kleider, vor allem Mäntel und Schuhe beraubt. Manche kamen fast nackt und barfuß (es war November!) in Vrdnik an. Die Älteren waren so erschöpft und am Ende ihrer physischen und seelischen Kräfte, dass sie zu den Jüngeren sagten:

Sagt den Partisanen, sie sollen uns erschießen – wir wollen lieber sterben.

In Vrdnik angekommen, trafen die Tscheber in der Unterkunft, dem „Casino“, auf die am Tag zuvor angekommene Gruppe der Palankaer, deren Leidensweg noch brutaler war, denn von ihnen wurden welche ins eiskalte Wasser der Donau geworfen, andere erstochen, erschlagen und erschossen, wie das im Buch „Palanka an der Donau“ geschildert und durch Einzelberichte belegt ist. Neben vielen Schlägen gab es nun drei Tage in Vrdnik nichts zu essen. So geschwächt ging es anschließend zur Schwerstarbeit in die Kohlengrube Vrdnik. „Kein Wunder, dass einige bald sterben mussten“, so Karcher Georg im November 1944, Scherl Georg im Dezember 1944, Karcher Georg jun. im Juni 1945.

Schon in Tscheb wurden von der Gruppe zwei Männer abgesondert, Lajos Roth und Josef Tiefenbach. Sie waren einige Tage vorher vom Militär heimgekehrt. Sie wurden am nächsten Tag in Begleitung von Partisanen mit Pferdewagen nach Palanka gebracht. Dabei überholten sie die Gruppe, die zu Fuß unterwegs war. Auf die drängende Frage nach dem Schicksal der beiden, gab einer der Partisanen, der später wieder nach Vrdnik kam, die kurze Antwort:

„In Palanka erschossen“.

Am 11. November 1944 wurden die kurz zuvor vom Militärdienst heimgekehrten Stephan Bitttermann, Franz Hoffmann und Johann Fischer von den Partisanen verhaftet und in das Gemeindehaus gebracht. Sie gelten seither als vermisst.