Neo-Cseb – Uj-Cseb – Cseb- Dunacseb – Cib: Tscheb!


Die Gemeinde Tscheb (sprich Tscheb mit einem langgezogenen, dunklen „e“) heißt heute in Serbien „Celarevo“. Während der Zugehörigkeit der Süd-Batschka zu Ungarn vor dem Ersten Weltkrieg und während des Zweiten Weltkrieges -von 1941 bis 1944- hieß der Ort „Dunacseb“. Im Königreich Jugoslawien -von 1918 bis 1938- wird er „Cib“ genannt.

Die Pfarrvisitations-Akten aus den Jahren 1803, 1806 und 1810, wohl die ältesten Quellen der Geschichte Tschebs, geben als Ortsnamen „Neo-Cseb“ bzw. „Uj-Cseb“, zu deutsch: „Neu-Tscheb“ an. Die aus den Jahren 1813, 1816, 1824 und 1839 stammende Visitationsakten bezeichnen den Ort mit „Cseb“; die noch späteren Akten, ab dem Jahre 1906, mit „Dunacseb“.

Über die Herkunft der Ortsbezeichnung „Cseb“ bietet uns die „Etnographisch-Topographische Beschreibung dieses Kronlandes Cseb betreffend“, die im Auftrag der Statthalterei des Kronlandes „Serbische Wojwodschaft und Temescher Banat“ von 1859 bis 1860 durchgeführt wurde und 219 Ortsbeschreibungen, davon 218 aus der Batschka und Syrmien und nur eine aus dem Banat umfasst, folgende Erklärung: „Angeblich soll ein Ungar, welcher in der Ernte durch Dreschen sein Brot zu verdienen versuchte, gesagt haben: MENNYÜNK IDE CSEPELNI („gehen wir hierher zum Dreschen“), und weil er und mehrere Ungarn wahrscheinlich auch da dasselbe getan hatten (sich durch Dreschen ihr Brot besorgt hatten), wurde sodann durch die Umgebung dieser Ort Cseb gennant – und dürfte daher auch der Name Cseb entsprungen seyn“.

Diese volkstümliche Deutung des Ortsnamens Tscheb, die bislang noch keine Veröffentlichung erfahren hat, weist auf die Fruchtbarkeit der Gemarkung Tscheb und seiner Umgebung hin. Sie entspricht den Gegebenheiten. (Pfarrer Burger im Heimatbrief Nr. 11 / Dezember 1982)