Belebung der Wirtschaft in Tscheb

Die Jahre 1941-1944 waren gekennzeichnet durch die Belebung der Wirtschaft. Vor allem florierte die Hanf- und Seiler-Industrie. Die Firma Karl Haditsch hatte Großaufträge vom Deutschen Reich – viele Männer, Frauen und Mädchen fanden bei eine Verdienstmöglichkeit.

Bildung gewinnt an Bedeutung

Immer mehr Tscheber Eltern schickten ihre Söhne und Töchter auf weiterführende Schulen, Gymnasien und Bürgerschule (Realschule).

Kinderlandverschickung (KLV)

Das Deutschen Reich brachte ab Oktober 1940 Schulkinder sowie Mütter mit Kleinkindern aus den vom Luftkrieg bedrohten deutschen Städten längerfristig in weniger gefährdeten Gebieten unter. Von 1941 bis 1943 geschah dies auch in der Batschka und Kinder und Jugendliche kam auch nach Tscheb. Hier erlebten sie eine herzliche Aufnahme durch ihrer Gast-Eltern und einen mit vielen schönen Dingen gedeckten Tisch, die im „Reich“ schon seit längerer Zeit nur mit Gutscheinen für 50 bzw. 100 Gramm zu beziehen waren. Mit Hilfe des Kulturbundes beteiligten sich zahlreiche Tscheber an der KLV – Aktion.

Lebensmittel werden rationiert

Bedingt durch das Andauern des Krieges wurden ab 1942 die Lebensmittel Brot, Fleisch, Fett und Zucker rationiert. Die Tscheber Landwirte waren zu verschiedenen Abgaben verpflichtet. Not gab es aber keine.