1893: Grundherr Laza Dundjerski baut die „Herrschaftliche Mühle“

L. Dundjerski hatte viel „Sinn und Verständnis“ für die Fabrikindustrie. Er kam zur Einsicht, dass es für ihn sehr wichtig sei, seine Rohprodukte womöglich selbst in den eigenen Fabriken aufarbeiten zu lassen. So ließ er 1893 die „Herrschaftliche Mühle“ erbauen. Diese Mühle war bis etwa 1920 eine der größten und besten in der ganzen Batschka. Die Bauern kamen mit Fuhrwerken aus einem Umkreis von 20-25 Kilometer, um ein gutes Mehl von ihrem Weizen zu erhalten. 1929 ließ sein Sohn Dr. Gedeon Dundjerski die Mühle renovieren, dabei erhielt sie neue Walzen, Walzstühle und neue Mahlsichter.

1893: Errichtung der „Spiritusfabrik“

In diesem Jahr ließ Lazar Dundjerski auch die „Spiritusfabrik“ errichten. 1929 ließ sein Sohn, Dr. Gedeon Dundjerski diese Fabrik um ein Drittel erweitern. 1930 explodierte durch Überdruck ein Kessel der Spiritusbrennerei. Der Oberbrenner Stefan Gillich kam dabei ums Leben.

1894: Bau der Brauerei, der „Bierfabrik“

1894 ließ Lazar Dundjerski die Brauerei, die „Bierfabrik“ errichten. Dabei wurden zunächst auf dem Gelände zwei große Brunnen von einem Durchmesser von 10 Meter und einer Tiefe von 20 Meter ausgehoben und das Wasser geprüft, ob es für Bierbrauen geeignet sei. Es entsprach vollauf den Ansprüchen. Diese Brunnen waren sogar bis zur Vertreibung in Betrieb. Die Maschineneinrichtung, die Kessel und die Walzen für die Brauerei sowie die Mühle und Spiritusbrennerei, kamen aus der Slovakei, die ja damals zur Monarchie gehörte. Auch später, wenn Reparaturen oder Änderungen fällig waren, kamen die Monteure aus dem gleichen Werk.
Anfangs wurden täglich 80 Hektoliter Bier gebraut, dann waren es 200 Hektoliter.Der erste Braumeister war Karl Stöhr und waltete 40 Jahre seines Amtes – bis zur Vertreibung. Er erhielt für sein leichtes, sowie für sein dunkles und Pilsner Bier des öfteren Auszeichnungen. Die Braugerste und den Hopfen lieferte die eigene Landwirtschaft. Sie wurden aber auch im Inland und an das Ausland verkauft.

1894: Eröffnung einer Schiffsstation an der Donau

Die Gemeinde hatte zeitweise eine eigene Schiffstation. War diese wegen Hochwasser oder aus anderen Gründen geschlossen, so hielten die Schiffe doch für den Personenverkehr an. Die Schiffsreisenden mussten in diesem Falle mit dem Kahn zum Schiff gebracht bzw. von dort abgeholt werden, was aber nicht ungefährlich war. Dem Güterverkehr auf dem Wasser war die Gemeinde immer angeschlossen. So standen oft Schlepper am Donauufer, um die Erzeugnisse des Grundherrn und der Landwirte aufzunehmen, wie Weizen, Zuckerrüben, Mais oder Hanf u.a.m. Sehr oft lieferten auch Flößer das Holz auf dieser Wasserstraße den heimischen Holzhandlungen.

1895: Errichtung des Armen-Spitals

1895 wurde das Heim für Bedürftige aus der Gemeinde, das Spital, gebaut.