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NEWS:

 
Rückblick: Tscheber Heimattreffen 2016
Mit Vorfreude machten meine Schwester, Katharina Benning und ich, Ellen Schwindt geb. Benning, uns am Pfingstsamstag, den 14. Mai 2016, auf den Weg zu...
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Erinnerungen einer Tscheberin an die Internierung als Kind - Eine grauenvolle Zeit im Hungerlager Jarek (Bački Jarak) und im Vernichtungslager Kruschiwl (Kruševlje)
Am 2. Juni 1945 sind wir, unsere Mami Elisabeth Seider geb. Bittermann (36 lJahre), mein Bruder Michael (14 Jahre), meine Schwester Elisabeth (6 Jahre...
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Unsere Heimat heute - 71 Jahre nach der Vertreibung .- Reise nach Palanka–Obrovac–Tscheb/Serbien im August 2015
Der Palankaer und Obrovacer Heimatausschuss hatte die obige Busreise ausgeschrieben. Abwechslungsreiche Programmpunkte und die erfahrene und fachkundi...
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From Ulm to Tscheb - 21 to 27 September 2009
I had been thinking about it for quite a while and this year I was able to make it come true.A trip together with my second cousin to a villlage in to...
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Reise von Ulm nach Tscheb vom 21.-27. September 2009 - aus der Sicht eines Tscheber Nachkömmlings
Reise von Ulm nach Tscheb - 21. bis 27. September 2009 von Andrea Reibl, Berlin (Tochter von Andreas Reibl und Enkelin von Andreas Reibl sen. (Ba...
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Dorf-Chronik 1801 bis 1945

"Was Du ewig liebst, ist ewig Dein". (J. Petri)

Anlässlich des 5. Tscheber Heimattreffens in Reutlingen im Jahre 1985 sprach Herr Brücker (ehem. Bundes- und Landesvorsitzender der Donauschwaben) in seiner Festansprache u.a.folgende Worte:

"Meine Freunde, wir werden hier mit der Geschichte konfrontiert, die Geschichte, die man nicht manipulieren kann, die Geschichte aus der man nicht aussteigen oder sie wegwerfen kann, wie ein altes verbrauchtes Hemd. Und dazu gehört auch unsere donauschwäbische Geschichte. Meine Freunde, in der Geschichte gibt es keine Stunde null. Die Geschichte ist ein Ganzes, sie umfasst Jahrzehnte und Jahrhunderte und Jahrtausende, die deutsche Geschichte. Und es ist ein Weg, meine Freunde, der aus alter Vergangenheit durch die Zeit zieht bis in unsere Gegenwart hinein und dann in die Zukunft weist".

Die Geschichte unseres geliebten Heimatdorfes Tscheb beginnt 1801 und endet 1945. Ein Teil dieser Geschichte ist Teil unseres Lebens, Inhalt unserer Jahre, die wir dort am Rande des großen Rieds an der mittleren Donau verbrachten. Wurzel des persönlichen Schicksals eines jeden von uns.

Mit der nachfolgenden Dorf-Chronik unseres Heimatortes Tscheb wollen wir zurückblicken auf die harte Zeit des Anfangs bei der Ansiedlung, die stetige Entwicklung bis hin zur Blütezeit, die erzwungene Flucht im Oktober 1944, die Verschleppung der nicht geflüchteten, daheim gebliebenen Tscheber nach Russland, die Internierung der ebenfalls nicht geflüchteten Tscheber in den jugoslawischen Arbeits- und Vernichtungslagern sowie die gewaltsame Auflösung bis zum bitteren Ende unseres Tscheb von 1944-1945.

Mit diesem Beitrag soll auch die Wahrheit über das leidvolle Schicksal der Deutschen in Tscheb im ehem Jugoslawien im und nach dem 2. Weltkrieg der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Quellen: 1. Buch "Tscheb - Schicksal einer deutschen Gemeinde in Jugoslawien 1801 bis 1945" (kann vom Verfasser Pfr. Prälat Nikolaus Burger - gebürtiger Tscheber - bezogen werden) /// 2. Tscheber Heimatbriefe


Dorf-Chronik Tscheb a.d.Donau von 1801 bis 1945:



1801
Gründung der Sekundärsiedlung Tscheb durch den Gutsherrn Márffy weiterlesen
1802
Die Tscheber bauen sich selbst ihr erstes Kirchlein weiterlesen
1802
Der Schulunterricht beginnt weiterlesen
1810
Die Tscheber bauen sich selbst ihre erste Schule weiterlesen
1812
Erschießung des grausamen Tscheber Gutsherrn Márffy weiterlesen
1812
Tscheber Gut wird verpachtet weiterlesen
1818
Die Gemeinde erhält einen diplomierten Arzt weiterlesen
1819
Herrschaft Polimbergers aus Székesfehérwar beginnt weiterlesen
1822
"Tscheber "Maria-Himmelfahrt-Kirche" wird erbaut weiterlesen
1824
Bau einer größeren Schule weiterlesen
1828
Nikol. v. Bezeredy übernimmt das Gut als Mitgift seiner Frau weiterlesen
1830
Der erste Hopfengarten wird angelegt weiterlesen
1834-1837
Bau des herrschaftlichen Tscheber Kastells weiterlesen
1838
Schule brennt ab weiterlesen
1839
Schulneubau weiterlesen
1879
Die ung. Sprache wird teilweise Pflichtfach in der Schule weiterlesen
1882
Großgrundbesitzer Laza Dundjerski kauft das Gut von Bela Bezeredy weiterlesen
1884
Vergrößerung der Schule weiterlesen
1890
Straßenbau nach Palanka weiterlesen
1890
Tscheb bekommt einen Polizeiposten weiterlesen
1893
Grundherr Laza Dundjerski baut die "Herrschaftliche Mühle" weiterlesen
1893
Grundherr Laza Dundjerski errichtet die "Spiritusfabrik" weiterlesen
1894
dto. Bau der Brauerei, der "Bierfabrik" weiterlesen
1894
Eröffnung einer Schiffsstation an der Donau weiterlesen
1895
Errichtung des Armenspitals weiterlesen
1900
Tscheb erhält ein Postamt weiterlesen
1902
Rodung des Waldfeldes weiterlesen
1902
Einzäunung des Kirchplatzes weiterlesen
1907
Erste Flurbereiningung weiterlesen
1907
Appony'sches Schulgesetz weiterlesen
1908
Kauf des jüdischen Tempels für schulische Zwecke weiterlesen
1910
Gassenregulierung weiterlesen
1910
Anlegung des Tscheber Gemeindeparks weiterlesen
1911
Pflasterung der Bürgersteige weiterlesen
1913
Gründung Tscheber Entwässerungsgesellschaft weiterlesen
1914
Bau des prachtvollen Tscheber Gemeindehauses weiterlesen
28.06.1914
Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajewo erschossen weiterlesen
1914
Tscheber im 1. Weltkrieg als Soldaten der k.u.k.österr.-ung.Armee weiterlesen
1915-1916
Russ. Kriegsgefangene kanalisieren das Tscheber Ried weiterlesen
1916
Am 21. Oktober Einzug der Glocken zu Kriegsmaterial weiterlesen
1916
Gutsherr Laza Dundjerski stirbt weiterlesen
1918
Eigene Schule für Serben, Slovaken und Madjaren weiterlesen
1918
Ungarische Sprache wird in der Schule ganz abgeschafft weiterlesen
1918
Kapitulation der österrreichisch-ungarischen Armee weiterlesen
1918-1941
Tscheber Männer als Soldaten in der jugosl. Armee weiterlesen
1919
Der Tscheber Prof. Dr. Jakob Bleyer wird Minister in Budapest weiterlesen
1920
Dr. Gedeon Dundjerski modernisiert die "Bierfabrik" weiterlesen
1920
Das Wahlgesetz der Nationalversammlung Jugoslawiens erscheint weiterlesen
1921
Dr. Gedeon Dundjerski baut die Hanffabrik weiterlesen
1920 - 1928
Wirtschaftlicher Aufschwung in Tscheb weiterlesen
1929
Weltwirtschaftskrise trifft Tscheb - vor allem die Bauern - hart weiterlesen
1932
Bau der "Neuen Schule" durch Tscheber Handwerker weiterlesen
1934
Fertigstellung der "Neuen Schule" weiterlesen
1938
Große Innenrenovation der Pfarrkirche Tscheb weiterlesen
1941
Ungarischer Grenzschutz in Tscheb stationiert weiterlesen
Jan. 1941
Einberufung von Reservisten in die jugosl. Armee weiterlesen
06.04.1941
Folgen für Tscheb - Kriegserklärung Dt. Reich an Jugoslawien weiterlesen
12.04.1941
Deutsche Luftgeschwader überfliegen Tscheb weiterlesen
18.04.1941
Bedingungslose Kapitulation Jugoslawiens weiterlesen
18.04.1941
Tscheb und die Batschka werden wieder ungarisch weiterlesen
18. 04.1941
Schulische Veränderungen durch Ungarnzugehörigkeit weiterlesen
August 1941
Anwerbung als Gastarbeiter im Deutschen Reich weiterlesen
1941-1944
Belebung der Wirtschaft in Tscheb weiterlesen
1941-1943
Aktion Kinderlandverschickung (KLV) weiterlesen
1942
Lebensmittel werden rationiert weiterlesen
seit Sommer 1942
Einziehung der Donauschwaben aus Ungarn zur Waffen-SS weiterlesen
Sommer 1944
Verschlechterung der Lage weiterlesen
Sept. 1944
Neusatz (Novi Sad) einem schweren Luftangriff ausgesetzt weiterlesen
4.10.1944
Vorstoß - Russischer Angriffskeil auf die südöstliche Batschka weiterlesen
Anfang Oktober 1944
Evakuierung und Flucht der Batschka-Deutschen weiterlesen
08.10.1944
Beklemmende Ratlosigkeit der Tscheber Bevölkerung weiterlesen
12.10.1944
Flucht von 60-70 Tscheber Familien vor Russischer Armee weiterlesen
Mitte Okt. 1944
Abzug ungarischer Grenzer und Honved-Soldaten aus Tscheb weiterlesen
12.-23.10.1944
Rote Armee - Titopartisanen - Blutiger Herbst 1944 weiterlesen
Ab 20. Okt. 1944
Mordaktionen weiterlesen
20.10.1944
Einmarsch der Russen und Tito-Partisanen in Tscheb weiterlesen
Anfang Nov. 1944
Beginn der Errichtung der Lager weiterlesen
08.11.1944
Internierung Tscheber Männer in die Braunkohlengrube Vrdnik/Syrmien weiterlesen
16.-18.11.1944
1. Gruppe Tscheber Männer in das Internierungslager Novisad weiterlesen
21.11.1944
AVNOJ-Beschluss des neuen Staates Jugoslawien weiterlesen
21.11.1944
Durchführung des AVNOJ-Beschlusses weiterlesen
04.12.1944
2. Gruppe Tscheber Männer in das Internierungslager Novisad weiterlesen
25.12.1944
Deportation von 17 Tscheber Männer aus dem Lager Novisad nach Russland weiterlesen
28.12.1944
Marsch nach Kula von 55 Tscheber Frauen/Deportation n. Russland weiterlesen
31.12.1944
Marsch nach Hodschag von 41 Tscheber Frauen und 2 Männern/Deportation n. Russland weiterlesen
01.01.1945
Die Deportationen nach Russland (in die damalige Sowjetunion - UdSSR) weiterlesen
01.01.1945 - Okt. 1949
Zahlen der Russland-Deportierten und der Deportationsopfer weiterlesen
1945-1949
Bonner Dokumentation zur Deportation der Donauschwaben Jugoslawiens in die UdSSR weiterlesen
1944-45
Enteignung der Familie Dundjerski weiterlesen
17.03.1945
46 Tscheber Männer werden vom Lager Novi Sad in das Vernichtungslager Mitrovica gebracht weiterlesen
Mai 1945
Gefallene und vermisste Tscheber im 2. Weltkrieg weiterlesen
8. Mai 1945
Kriegsende weiterlesen
2.-19. Juni 1945
Ortslager Tscheb weiterlesen
02.06.1945
Vertreibung (Austreibung) der Tscheber aus ihren Häusern in Lager weiterlesen
19.06.1945
Transport von Tschebern in das Vernichtungslager Jarek/Backi Jarak (Batschka) weiterlesen
ab Nov. 1944-1945
Es gab drei Arten von Lager weiterlesen
1945
Aus Tscheb wird Celarevo weiterlesen
1945-1948
Verzeichnis der Lagertoten weiterlesen
Ab Frühsommer 1946
Volksdeutsche Kinder kommen in staatl. Kinderheime weiterlesen
Vertreibung - Vernichtung der Donauschwaben - Ursachen - Verantwortungsträger weiterlesen
5. August 1950
Charta der Deutschen Heimatvertriebenen weiterlesen

1915-1916: Russ. Kriegsgefangene kanalisieren das Tscheber Ried
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