Unser Tscheb:

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NEWS:

 
Rückblick: Tscheber Heimattreffen 2016
Mit Vorfreude machten meine Schwester, Katharina Benning und ich, Ellen Schwindt geb. Benning, uns am Pfingstsamstag, den 14. Mai 2016, auf den Weg zu...
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Erinnerungen einer Tscheberin an die Internierung als Kind - Eine grauenvolle Zeit im Hungerlager Jarek (Bački Jarak) und im Vernichtungslager Kruschiwl (Kruševlje)
Am 2. Juni 1945 sind wir, unsere Mami Elisabeth Seider geb. Bittermann (36 lJahre), mein Bruder Michael (14 Jahre), meine Schwester Elisabeth (6 Jahre...
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Unsere Heimat heute - 71 Jahre nach der Vertreibung .- Reise nach Palanka–Obrovac–Tscheb/Serbien im August 2015
Der Palankaer und Obrovacer Heimatausschuss hatte die obige Busreise ausgeschrieben. Abwechslungsreiche Programmpunkte und die erfahrene und fachkundi...
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From Ulm to Tscheb - 21 to 27 September 2009
I had been thinking about it for quite a while and this year I was able to make it come true.A trip together with my second cousin to a villlage in to...
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Reise von Ulm nach Tscheb vom 21.-27. September 2009 - aus der Sicht eines Tscheber Nachkömmlings
Reise von Ulm nach Tscheb - 21. bis 27. September 2009 von Andrea Reibl, Berlin (Tochter von Andreas Reibl und Enkelin von Andreas Reibl sen. (Ba...
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Tschewrisch grett

So hodds dem Roland sei Großmodder gsaggt:

A
abumbre: anstoßen
agfress: verärgert
Agrassel: Stachelbeeren
agfrett: sich abmühen
a Gfriss: ein böses Gesicht machen
aschnarze: jemand grob anreden, anschnauzen
astubbe: anstoßen
abandln: Kontaktaufnahme zwecks eines Liebesverhältnisses
abicke: eine runterhauen (Ohrfeige)
abgwichst: schlau, verschlagen
abzuzzeln: mit heftigen Saugbewegungen ablecken
Aggazzebam: Akazie, Robinie
Agrasel: Stachelbeere
Andigrischt: Antichrist (Schimpfwort: Du wiedicher Andigrischt)
agehn: auf die Nerven gehen
arretiere: festmachen
arschlings: rückwärts, verkehrt
ausgfress: dickleibig
ausgschiss: jemandes Gunst verspielt haben
ausstaffiere: jemand ausstatten
Augeglas: Brille



B:
Babblohn: Zudecke
Backsimbl: Brotkorb
Bagaasch: Lumpenpack
bähen: rösten
Balwierer: Friseur
Basmek: eine Ungeschicklichkeit begangen
Bassama negit: ein Schimpfwort
Batze: einen Haufen, eine Menge (viel)
Bazi: durchtriebener Kerl
Bettjar: des hoscht awer gut hi gedeixelt
Beidl: Beutel, Tasche
Bettschar, Bettjar: Spitzbub
bettseije: angeln
bigge: kleben, etwas aufkleben
Biechl: ein kleines Buch
Binkel: Bündel, das durch ein Tuch zusammengehalten wird bische: brunse, seuche: pinkeln, zur Toilette gehen
Bittdanka: einer der immer unterwegs ist, nie zu Hause anzutreffen
Blechschädel: infolge von Weinkonsum beschwerter Kopf
blooßfiesich: nackte Füße
blooßkoppich: ohne Kopfbedeckung
Bojazzl: Kasper
Bozemann: Strohpuppe im Freien zur Abschreckung der Vögel (wegen Saat)
brunse: urinieren
brutschle: auf dem Herd langsam dahinbraten, leise, undeutlich reden
bsoff: betrunken
Bumbernuss: sehr harte Nusssorte
Bummerannsche: Orangen
Bunda: langer dicker Schafspelzumhang (Mantel)
Buschtur: Gestalt, Körperform
Bussam: die weibliche Brust, Busen
Bussl: Kuss, Küsschen
Busserl: kleines häufchenförmiges Gebäck
bussle: viele kleine Küsschen geben
Butze: Apfelkernstück (Rest vom Apfel)
Bippe: Hahnen für das Weinfass
Botzemann: Stoffpuppe im Freien gegen Vögel
Backsimpl: Form zum Backen für Brot


C:




D:
Die Bach: kleine Backwaren wie Kipfel, Semmel, mürbe Brezeln
Die Halt: die Clique, Gemeinschaft, Gesellschaft
damelang: einen Daumen lang, alle Augenblicke
damisch: dumm, trottelhaft benommen
Deixl: Führungsstange von einem Leiterwagen
deixle: etwas zu Wege bringen "des hoscht awwer guud higedeixelt"
dem Dag die Auge ausbrenne: Aussage wenn man tagsüber das Licht brennen läßt
Du wiedicher Andichrischt: Du wütender Antichrist
deschparad: verzweifelt, außer sich
detsch ma net?: liebevolle Bitte, würdest Du mir helfen?
Duschanker: ein Bekleidungsstück zum Umhängen
Duddelhalter: Büstenhalter
Duddle: Busen




E:
Engschter: Angst
ko Engschter: keine Angst
Eppel: Äpfel
gudi Eppel: gute Äpfel
eschtemire: Ehren, anerkennen
Esszeich: Essbesteck
Essgschärr: Teller, Tassen, Schalen



G:
gaubse: dazwischenreden
gaunsche: schaukeln
gegriwwelt: gegrübelt
Gfriss: Gesicht
gierich: gierig
Girrjäschl: im Lohn fahrender Kutscher
Gittsching: größerer Familienverband, Verwandtschaft
glei gläng ich Dir oni: gleich hau ich Dir eine runter
glänge: ohrfeigen "glei gläng ich dir oni"
glewescht: verschwenderisch
gnängre: vor sich hin jammern, kritisch sein
Goodels Nudel: Nudeln von der Patin, die der Familie das Essen gebracht hat
Gobbilla: großes, etwas schlaksiges Mädchen  im Alter von ca. 15-17 Jahren
Gosch: Mund
gsotz: gesessen
Ich bin ufm Schtuhl gsotz: Ich bin auf dem Stuhl gesessen
Gutzer: Tintenfleck, oder verschmierter Buchstabe
gleiche: ähneln
gschmiert dvu gang: unauffällig davongegangen, weggeschlichen, abgehauen
Gopolla: dünnes, großes Mädchen zwischen 14-17 Jahren




H:
Herrnkäschtl: Kopf (Hirnkästchen)
Hemmerlunger: Hemdenmatz
hosch du satt?: Bist du satt?
hosch dus satt? Reicht es dir jetzt? Ist es dir genug?
Hackl: kleines Beil
Hannajoo! natürlich, selbstverständlich, freilich!



I:
iwer habs    Pauschale



K:
Koschtplatz: Kostplatz = Unterkunft bei Leuten, die gegen Geld    und Naturalien bereit waren, ein Kind, das zur höheren Schule ging, zu verpflegen/verköstigen
Kraxe: Rückentrage (Weidenkorb), in der „die Bach“ sonntags zum Straßenverkauf auf dem Fahrrad oder zu Fuß transportiert wurde




L:
lottrich: wackelig, tappsich
Leiwl: Leibchen



M:
maturiert: Abitur abgelegt
Mulder: ausgehöhlter Baumstamm aus Pappelholz, in dem man Wäsche wusch
Muschgadel: Geranien
Macherlohn: Nählohn



N:
nasannt:  na also, jetzt doch




O:

O Maulvoll: ein kleiner Essensrest
Ohrhengl: Ohrringe (Ohrgehänge)
Olehr gewwe: Anleitung (Anlehre) geben, Vorschrift machen, hat sich
„danach“ zu richten




P:
pressiert: eilt
Pähbl:  Hupe, damit machte Backwarenausträger auf die „Bach“ aufmerksam im Straßenverkauf
pähbln: hupend auf sich aufmerksam machen



R:
Riwiesel: rote Johannisbeeren
Rechl: kleiner Rechen



S:
Schaluppen: ein altes, baufälliges Haus
schdutzkoppich: stur, eigensinnig
Schpauhz: Spucke
schpauhze: spucken
Schaluppen: ein altes Haus
Schlose: Hagelkörner
Schoas: Furz
sellmohl: damals
Schreibbiechl: Geldbeutel, Notizheft
Schammerli: Fußbänkchen
Stickl (spiele): ein Stück(chen), ein Musikstück spielen



T:
Tschabodl: Rüschen am unteren Saum vom Rock oder an den Mädchenunterhosen
Tschninakl: Ruderboot
Traubenklotz: ein Henkel Trauben
trule, sich vertrule:  kleckern. sich verkleckern



U:
Ummarge: Gurken



W:

wiescht: schaue unfreundlich schauen



Z:
Ziweewe: Rosinen
zwickkeppich: stur, eigensinnig
Zeich: Hefe



Vornamen:
Wawi: Barbara


ab Nov. 1944-1945: Es gab drei Arten von Lager
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