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Reise von Ulm nach Tscheb vom 21.-27. September 2009 - aus der Sicht eines Tscheber Nachkömmlings


 
Reise von Ulm nach Tscheb - 21. bis 27. September 2009 von Andrea Reibl, Berlin (Tochter von Andreas Reibl und Enkelin von Andreas Reibl sen. (Balwierer) aus Tscheb)

 

Reise von Ulm nach Tscheb

vom 21. bis 27. September 2009 

von Andrea Reibl, Berlin

(Tochter von Andreas Reibl und Enkelin von Andreas Reibl sen. (Balwierer) aus Tscheb)


Schon sehr lange hatte ich darüber nachgedacht und dieses Jahr konnte ich es in die Tat umsetzen. Eine Reise mit meiner Großcousine zum Geburtsort meines Vaters und ihrer Großmutter väterlicherseits im heutigen Serbien. Susan war zu diesem Zweck aus Amerika angereist und somit gab es für uns nach einigen Jahren nicht nur ein vergnügliches Wiedersehen, sondern auch die Erfüllung dieses Wunsches, einmal zu sehen, riechen, fühlen, wie es dort wirklich ist, worüber die „Alten“ nicht müde wurden zu schwärmen – egal ob sie von dort ausgewandert oder vertrieben worden waren. 

Start unserer Donauschwaben-Reise war Ulm, wo wir neben dem Donauschwäbischen Zentralmuseum natürlich den Gedenkstein und die Orts-Gedenktafeln an der Donau besuchten und schon mal in Gedanken mit einer „Ulmer Schachtel“ Richtung Wien und Budapest den Fluß hinabschaukelten. 

Am nächsten Morgen saßen wir dann bereits im Bus auf dem Weg nach Ungarn. Dieser Teil der Reise mit zwei langen Tagen im Bus, unterbrochen nur von einer Übernachtung im ungarischen Györ, schien mir ursprünglich sehr lang und unbequem zu sein. Allerdings verging die Zeit so schnell und es war sehr spannend, viele neue und sehr nette Leute kennenzulernen - sogar neue Verwandtschaft ! (Hat doch der Roland behauptet: "Mr sen verwondt !", und ich wollte es gar nicht glauben. Aber doch, das Tscheber Sippenbuch gab ihm später Recht: unsere Fradl-Urgroßmütter waren Schwestern). 

Ich fand die Busfahrt relativ kurzweilig und es gab unterwegs schon viel Neues zu erfahren über Tscheb, die Häuser meiner Vorfahren dort und Geschichten über die Gegenden, durch die wir fuhren. Witze wurden gemacht, Paul machte schon Pläne, welche Gewürze er wo einkaufen und wann er dann zuhause welche Gerichte damit kochen werde: auf jeden Fall Fischgulasch, serbische Bohnensuppe und Huhn mit Nockerl plante er ein. Außerdem war der Tscheber Dialekt so vertraut und schön nach langer Zeit wieder einmal zu hören - noch ein paar Tage länger im Donauschwaben-Bus und ich hätte auch so geklungen...... 

Am zweiten Tag machten wir die Mittagspause in einer ungarischen Csarda. Nun sind es nur noch 30 km bis zur serbischen Grenze und hinaus aus der EU! Nach sehr leckeren gefüllten Paprika und Palinka (Aprikosenschnaps) als Nachtisch fühlte ich mich richtig in Urlaub und die Anspannung des Berliner Arbeitsalltags war endlich weg. Nach der Fahrt durch die sandige Puszta fiel der Wechsel zum dunklen Boden der fruchtbaren pannonischen Tiefebene extrem auf. Kurz darauf waren wir an der serbischen Grenze und unsere Reisepässe wurden eingesammelt. Oswald, unser Reise-Chef, instruierte uns, während der Grenzformalitäten GAR NIX zu sagen und wir hielten uns auch brav daran. Alles klappte gut und wir reisten bei Subotica nach Serbien ein. Immer noch beeindruckt von der schwarzen Erde schaute ich gespannt aus den Fenstern und die drei Stunden bis nach Tscheb gingen im Flug vorbei. 

Als die Ortsnamen immer bekannter wurden, z. B. Gložan, das Paprikadorf und Begeć, das Krautdorf, schickte sich die Sonne gerade an unterzugehen und in der Abenddämmerung erreichten wir Tscheb. Es gab etliche Leute, die zum Empfang unseres Busses auf der Hauptgasse warteten - manche Mitreisende wurden hier von Verwandten oder Bekannten abgeholt. Auch waren Tscheber da, die wussten, dass Nachfahren der ehemaligen Besitzer ihres Hauses im Bus waren. Da gab es Einladungen, Überraschungen und auch Tränen - es war sehr bewegend. Mir wurden un­ter anderem Helen und Duško vorgestellt, von denen ich schon sehr oft gehört hatte und die auch über Elfriede bereits von Susan und mir wussten. Es war sehr schön, sich endlich persönlich kennenzulernen. Ich fand es gut, dass wir Tscheb gleich am ersten Abend kurz sehen und schon mal Tscheber Luft schnuppern konnten. Wir sind wirklich hier! Allerdings staunte ich ziemlich über diesen Empfang, denn ich hatte nur mit einer kurzen Pause zum Aussteigen für einige Mitreisende gerechnet. Ich ging ein wenig herum, habe die Straße rauf und runter geschaut und bewusst die Luft ein­geatmet. Ich sah ein Restaurant, Leute auf dem Fahrrad, einige jüngere Leute saßen in einer Kneipe draußen unter aufgespannten Sonnenschirmen, die Luft roch vor allem nach dem Grill-Imbiss von gegenüber. Und dennoch: es ist sehr speziell, hier zu sein. 

Im Hotel in Bačka Palanka gab es Brot mit Salz und Šlivovic zum Empfang, was ich sehr nett fand. Nach dem Abendessen und einigen Gesprächen mit den per Flugzeug angekommenen Mitreisenden ging es früh ins Bett, denn am nächsten Tag wollten wir vor dem Frühstück schon auf dem Markt einkaufen gehen. 

Tatsächlich haben wir vor dem Frühstück schon Obst und Gewürze eingekauft - es gab wunderbare Sachen auf dem Markt. Nach dem Frühstück ging es bei strahlendem Sonnenschein nach Tscheb. Wir fuhren am alten Gutshof vorbei, am Park und an der Kirche zum Rathaus. Hier war viel los und neben unserer Reisegruppe waren wieder viele Tscheber da, die entweder auch zum Bürgermeister-Empfang wollten oder auf den Bänken saßen und wie die Kinder, die im Park unterwegs waren, inte­ressiert dem Treiben vor dem Rathaus zuschauten. Auch Resi und Hermann waren gekommen und ich freute mich, auch sie (wieder) kennenzulernen. Schließlich war ich nur ein einziges Mal vor 40 Jahren mit meinen Eltern und Geschwistern in Tscheb gewesen und meine Erinnerung bedurfte sehr der Auffrischung. 

Wieder gab es Brot mit Salz und Šlivovic am Rathauseingang und dann ging die Begrüßungszeremonie auch schon los. Der Bürgermeister fasste sich sehr kurz und György übersetzte für uns ins Deutsche. Dann kam Roland dran, der auch Geschenke übergab und dessen Ansprache von Aranka ins Serbische übersetzt wurde. Nach vielen netten Worten und Dank auf allen Seiten wurde noch eine Weile geplaudert bei Wasser, Saft und Kipfel. 

Nach den morgendlichen Formalitäten konnten wir es kaum erwarten, endlich durch Tscheb zu ziehen und alles anzuschauen. Susan und ich gingen schnurstracks in die Kleinhäuslergasse, denn - auch wenn wir schon wussten, dass die Reibl-Häuser nicht mehr vorhanden sind - wir wollten auf jeden Fall gleich die Straßen und die Nachbarschaften sehen, wo unsere nahen Verwandten aufwuchsen, gearbeitet und gelebt haben. Diesen Spaziergang haben wir sehr genossen, denn das Wetter war herrlich, die Atmosphäre in dem sehr grünen Tscheb war angenehm und ruhig und wir waren außerordentlich beeindruckt von der Freundlichkeit der Menschen, die uns begegne­ten. Ich glaube, wir haben alles interessiert angestarrt und Jeden und Jede begrüßt und wir wurden immer freundlich zurückgegrüßt. Mit fast allen Leuten haben wir so­fort Gespräche angefangen, manchmal wurden die Enkel aus dem Haus beordert, um mit Englisch weiterzuhelfen. Falls gar keine Kommunikation der Sprachen wegen möglich war, so bekamen wir mindestens Trauben geschenkt.

Als wir dann zufällig Hermann trafen, der uns netterweise anbot, einen Ausflug an die Donau zu machen, waren wir erst recht begeistert. So hatten wir die Gelegenheit, gleich am ersten Tag in Tscheb die Donau zu sehen. Ich hatte diesen Fluss als sehr beeindruckend, quirlig und schnell fließend in Erinnerung und immer wenn ich in all den Jahren irgendwo an der Donau war, dachte ich auch an Tscheb und dass ich nochmal hierher kommen wollte. Unser kleiner Donauausflug hat uns sehr gefallen und Susan und ich fanden, dass schon der erste halbe Tag die Reise wert war! 

Am Nachmittag hatten wir uns mit Resi zu einem Besuch bei ihr verabredet, so dass wir wieder Tscheber Straßen durchwandern und bei ihr und ihrer Schwester in Haus und Garten schöne Stunden verbringen und interessante Gespräche führen konnten. Der abendliche Ausflug in die Donau-Csarda mit sehr leckerem Fischessen, Musik und Tanz (für die Tanzfreudigen in der Gruppe) rundete diesen besonderen Tag gebührend ab. 

Der zweite Tag unserer Reise war für uns der Kirchen-Tag. Am Morgen ging es in die Tscheber katholische Kirche. Es gab Gesangsproben und später einen Gottesdienst, bevor dann auf dem deutschen Teil des Friedhofs ein neuer Gedenkstein eingeweiht wurde. Der Nachmittag war der Wallfahrtskirche Maria Schnee und der Festung Petrovaradin gewidmet. Die Geschichte mit dem Schnee im August und den Türken bedarf wohl noch einiger Recherchen - ich jedenfalls kann sie nicht wiedergeben... 

Maria Schnee sowie die Festung hoch oben auf der südlichen Donauseite mit Blick auf Novi Sad waren sehr interessante Ausflugsziele. In westlicher Richtung lassen sich bereits die Berge der Fruška Gora ausmachen - ein sehr schönes Panorama. Auf jeden Fall erwähnen will ich die Gesangsbeiträge von Steffi (Zillig) am Morgen in Tscheb und am Nachmittag in Maria Schnee. Beides war eine wunderbare Bereicherung dieses Tages, der dann am Abend in unserem Hotel mit Fischsuppe und Nudeln ausklang.

Nach einiger Überlegung zur Gestaltung des letzten Tages in Tscheb hatten Susan und ich beschlossen, uns zwei Fahrräder auszuleihen und unabhängig von der Reisegruppe Tscheb weiter zu erkunden. Darüber hat Susan einen kleinen Bericht verfasst, so dass ich nur sagen will, dass es ein herrlicher Tag war. Wir waren froh, diese Entscheidung getroffen zu haben, denn es gab noch so viel zu sehen in Tscheb und wir konnten mit den Fahrrädern größere Strecken zurücklegen. 

Bevor es am nächsten Tag wieder nach Hause ging, gab es im Hotel noch verschiedene Tanzgruppen, die Folkloretänze vorführten. Susan war sehr begeistert davon, da sie selbst lange Jahre osteuropäische Folkloretänze gelernt und vorgeführt hat und weiß, wie schwierig die einzelnen Schrittkombinationen sind. Ein sehr schöner Abschluss der Reise! 

Auf der Rückfahrt wurde am Gedenkstein des Friedhofes Gakovo noch einmal in Serbien Halt gemacht, um einen Kranz niederzulegen. Da Susan und ich am Tag zuvor nicht am Besuch der Gedenkstätten Jarek und Sremska Mitrovica teilgenommen hatten, war dies der Anlass, jetzt Aller zu gedenken, die interniert und verschleppt worden waren. Ein Schicksal, das viele nicht überlebt haben und welches meinen Vorfahren (die im Oktober 1944 geflüchtet waren) erspart geblieben war. 

Nach der stillen Weiterfahrt und einem letzten Tag im Reisebus der Firma Beck verabschiedeten wir (Susan und ich) uns nach dem Abendessen im Hotel Raba in Györ von allen Mitreisenden. Für den nächsten Morgen hatten wir schon Zugtickets nach Bratislava in der Slowa­kei. Von Susans Verwandtschaft mütterlicherseits gibt es dort noch Nachfahren und wir hatten uns zu einem Kurzbesuch auf dem Weg nach Wien (von wo unsere Rück­flüge gebucht waren) verabredet. 

Außerdem fehlte uns noch ein Detail unserer Donauschwaben-Reise, denn wir wollten nicht versäumen, den westungarischen Ort Šopron zu besuchen - wo wir doch so nah waren. Bis dorthin war der Tscheber Pferdetreck 1944 gezogen, um dann ohne Pferd und Wagen weiter in Viehwaggons nach Schlesien transportiert zu werden. Šopron ist ein Städtchen mit einem sehr schönen Altstadtkern und wir haben ein letztes Paprikagulasch mit Nockerln gegessen, bevor wir einen längeren Spaziergang zum Ehrenfriedhof im Südwesten von Šopron machten. Dort gibt es sehr viele ungarische Soldatengräber aus beiden Weltkriegen. Außerdem fanden wir den Gedenk­stein für alle Kriegstoten sowie für ungarische und deutsche Soldaten, die hier beer­digt worden waren. Aufgelistet ist auch der Name meines Onkels, der hier 1945 in ei­nem Lazarett verstorben war. 

Dass in einem Park am Bahnhof von Šopron gerade eine Ausstellung zum 20jährigen Jubiläum des Endes des Kalten Krieges war, möchte ich noch anfügen. Nördlich von Šopron wurde damals mit dem zeitweiligen Öffnen der Grenze, dem Abbau des Eisernen Vorhangs und Aktionen wie z. B. einem paneuropäischen Frühstück dem friedlichen Ende des Kalten Krieges von ungarischer Seite Vorschub geleistet. Neben dem Anteil der polnischen Solidarnošć-Bewegung ein großer Beitrag zu dem Osteuropa wie es heute besteht. 

Auf der Zugfahrt nach Wien konnten wir resümieren, dass uns die Reise sehr gefallen hat, dass wir viele nette Leute kennengelernt und wahnsinnig viel dazugelernt haben. Am besten fand ich die Vielfalt der Mitreisenden, nicht nur im Hinblick auf das Alter (Studierende bis zu in Tscheb Geborene), sondern vor allem auch was die verschie­denen Lebenswege betrifft (ehemals Internierte, Flüchtlinge oder Leute, die erst lan­ge nach Kriegsende nach Deutschland kamen). Alles war sehr interessant und span­nend und auch wenn viele traurige Erzählungen dabei waren, haben wir die Reise genossen und auch Lustiges erlebt. Die Reise hat unsere Sichtweise geändert, sie hat uns verändert und wir wollen diese Erfahrung nicht missen. 

In Wien endete unsere geographische Rundreise. Für uns aber war es auch eine Zeitreise von der Auswanderung unserer Vorfahren vor acht Generationen und deren Leben in Tscheb über Kriegs- und Fluchtgeschichten des 2. Weltkriegs sowie des Balkankrieges bis hin zum heutigen Osteuropa gewesen. Ich hoffe sehr, dass die dortige Bevölkerung jetzt eine glückliche Zukunft ohne Krieg und Vertreibung vor sich hat. Und ich hoffe ebenso, dass die Nachfahren der ehemaligen Bevölkerung des Balkans auch weiterhin solche Reisen unternehmen werden, denn das könnte ein kleiner Beitrag zur Völkerverständigung sein.




From Ulm to Tscheb - 21 to 27 September 2009

by Andrea Reibl, Berlin


I had been thinking about it for quite a while and this year I was able to make it come true.A trip together with my second cousin to a villlage in today s Serbia, where my father and her father s mother were born. Susan came to Europe for that reason from the United States and so, after a couple of years, we were happy to meet again and alsothis old wish came true: to see, smell, feel like it really is in Tscheb, that villagethe older peoplehad been so enthusiastic about - no matter if they had left from there to emigrate or because they had to flee.

The start of our Donauschwaben-trip was Ulm, the southern German city where the central museum of the Donauschwaben is located. Of course, we visited there and also the commemorative stone and tablets on the shore of the Danube. There we could imagine how our ancestors left their homes on small boats, called "Ulmer Schachteln", from here to float down the Danube to Vienna and Budapest.

The next morning we sat in the bus on our way to Hungary. That part of the trip with two long days in a row in a bus andone night in a hotel in Györ in between seemed to be so long and uncomfortable. Surprisingly, the time went so fast and it was so exciting to meet many new and very nice people - even new relatives ! (Roland said to me: "We are related, don t you know ?" and I didn t want to believe him at first. But really, the Tscheb book at home laterconfirmed that our great-grandmothers had been sisters.)

To me the trip on the bus was quite amusing and on the way there werealready so many new stories to hear about Tscheb, the houses of our ancestors as well as stories about the areas we passed through by bus. People were joking, Paul made plans where and what kind of herbs he would buy soon and what kind of dishes he would prepare with them back at home: definitely fish soup, Serbian bean soup and chicken with noodles he d planned already. Besides, it was very nice to hear the Tscheber dialect again after a long time - a few days longer in that bus and my way to talk would have sounded like it, too...

The second day we stopped in an Hungarian Csarda for Lunch. Now it is only 30 km to the Serbian border and out of the European Union! After very delicious stuffed peppers and Palinka (Schnaps made of apricots) as dessert, I really felt like I wason vacation and the stress from the last working days in Berlin was finally gone. After the bus crossed the small Puszta with the sandy and light soil, it was striking to see the dark ground of the Pannonian Plain. Shortly after that, we arrived at the Serbian border and our passports were collected. Oswald, our chief of the trip, gave instructions to say NOTHING at all while going through the formalities, and so we didn t. Everything went alright and we crossed the border to Serbia at Subotica. Still impressed by that dark ground, I looked out of the windows and the three hours to Tscheb went by very fast.

While passing villages with very familiar names (Gložan, the pepper village and Begeć, thecabbage village) the sun was about to set and atdusk we arrived in Tscheb. There were a few people who were on the Hauptgasse to welcome the bus - friends or relatives had come to pick up people from the bus.Also, there were people from Tscheb who knew that descendants of the former owner of their house were on the bus. There were invitations, surprises as well as tears - very moving.We were introduced to Helen and Duško, about whom I had heard very often before and Elfriede had told them about Susan and me in advance, too. It was so nice to finally meet them. I was very happy, that we saw Tscheb on the first evening already and that we could smell the air of Tscheb. We are here, indeed ! Nevertheless,I was very surprisedabout such a welcome, because I thought, we would only stop shortlyto let a few people get off the bus. I walked around a little bit, looked up and down the street and took a deep breath.I saw a restaurant, people on bicycles, some young men sat in a restaurant next to the street underneathsunshades, you could smell the smoke from the BBQ from the other side of the road.And still: it is very special to be here.

In the hotel in Bačka Palanka we got bread, salt and Šlivovicfor a welcome, which I thought was very nice. After dinner and some interesting conversationswithfellow-travellers, who joined the group after arriving by air plane that day, we went to bed early, because we planned to go to the nearby market the next morning before breakfast.

We really did buy fruits and herbs before breakfast - there were wonderful things to buy at that market. After the breakfast we left with the bus to go to Tscheb in a bright sunshine. We passed the old Gutshof, the park and the church on our way to the Rathaus. A lot of children and other Tscheber people were also around when we stepped out of the bus. Some Tscheber residents also wanted to attend the mayor s ceremony. Others sat on the benches and just watched everything, as the children in the park did.Resi and Hermann were there, too, and I was very happy to meet them (again).I had been to Tscheb only once: 40 years ago with my parents, my sister and my brother. Of course, my memories were not so fresh any more.

We were again offered bread and salt and Šlivovic at the Rathaus entrance and then the ceremony started.The mayor did a very short speech and György tanslated it for us into German. Then Roland did a longer speech and gave some presents, while Aranka translated into Serbian. After a lot of nice words and thanks on each side, we chatted for quite a while and had some water, juice and Kipfel.

After the ceremony we could hardly wait to go through Tscheb and look at everything. Susan and I went directly to the Kleinhäuslergasse, because - even if we already knew that the Reibl houses are not there any more -we wanted to see the streets and neighbourhoods immediately, where our close relatives grew up, where they had worked and lived a long time ago.We enjoyed that walk very much, because the weather was terrific, the atmosphere in the very green Tscheb was comfortable and quiet and we were extraordinarily surprised about the kindness of the people who we met on our way. I think we stared at everything and greeted everyone and we were always greeted back.With almost everybody we started a conversation, sometimes the grandchildren were called to translate into English. In case we couldn t find a way to communicate, we at least got grapes as a present.

When we happened to meet Hermann again, who offered to take us to the Danube, we were delighted. Now we had the chance to see the Danube on the first day already. I remembered that river as very impressive, turbulent and floating fast and whenever I ve been to the Danube during the last years, I thought about Tscheb and that I d like to come here once again. Our small trip to the Danube was wonderful and Susan and I thought that even after the first half day our Tscheb-trip was a success.

We had made an appointment to visit Resi that afternoon, and so we did. Again we could stroll through the Tscheber streets and spent some very nice hours with interesting conversationsin Resi s and her sister s house and garden. The evening event in the Danube Csarda with very delicious fish, music and dancing (for those of us who liked to dance) was an appropriate end of that very special day.

The second day of our trip was a church-day for us. In the morning we went to the catholic church in Tscheb. Some people prepared songs for the service, that took place a little later and after that a commemorative stone was inaugurated at the German side of the cemetery. The afternoon was devoted to the place of pilgrimage Maria Schnee and thefortressPe­trovaradin. There is a story behind the snow and the Turks, but I can t repeat it....

Maria Schnee and the fortress high above the southern Danube coast overseeing Novi Sad were very interesting places to visit.Looking to the west, the mountains of the Fruška Gora can be seen - a very beautiful panoramic view. I d like to mention Steffi s singing in the morning in Tscheb and in the afternoon in Maria Schnee. Both events were wonderful enrichmentsto that day, which did end in the evening in our hotel with fish soup and noodles.

After some considerations about what we should do on our last day in Tscheb, Susan and I decided to borrow two bicycles and to do another excursion in Tscheb, independent from the group.Susan wrote a small and very nice report about that, and therefore, I only want to say, that it was a beautiful day.We were glad that we made this decision, because there was still so much to see in Tscheb and we could cover longer distances by bike.

Before we left Serbia the next day, a folk-dance group performed in our hotel that evening. Susan enjoyed that very much, because she d been doing that kind of dancing herself for years and knew exactly, how difficult the individual step combinations are. A very nice end of the trip !

On our way to Hungary the bus stopped a last time in Serbia to lay down a garland at the cemetery of Gakovo.Since Susan and I did not join the group the day before to see the memorial places of Jarek and Sremska Mitrovica, this was the moment for us to think of all the people who were in internment camps or had been abducted.A fate that a lot of them did not surviveand that my ancestors (who left Tscheb in October 1944) did not have to experience.

After the silent bus ride to Hungary and that last day in the bus, Susan and I said good-bye to all our fellow-travellers after dinner in the hotel Raba in Györ. We already had the train tickets to Bratislava in Slova­kia for the next morning. Susan s relatives from her mother’s side live there and we wanted to meet them for a short visit on our way to Vienna (where our flights home had been booked).

There was one more detail of our Donauschwaben-trip left, because we didn t want to miss visiting the West Hungarian cityof Šopron - since we were so close.Here, the trek from Tscheb ended in 1944 and then the people had to go on by train in cattle-vans to Silesia and later to Germany. Šopron is a nice little town with a beautiful historic center and we ate Paprikagulasch with Nockerln for the last time before we went on a long walk to the memorial in the cemetery in the southwest section ofŠopron.There we found many graves of Hungarian soldiers from both world wars and we also found the commemorative stone for the war dead (1939-1945) and for the Hungarian and German soldiers who had been buried here. Also listed is the name of my uncle, who died nearby in a military hospital.

Also, I d like to mention that there was an exhibition with respect to the 20th anniversary of the end of the cold war in a park near the Šopron train station. Very close from here, north of Šopron, the Hungarian government did encourage the peaceful end of the cold war by e.g. opening up the border for a certain amount of time, disassembling the iron curtain as well as supporting events like a pan-European breakfast.Apart from the portion of the Polish Solidarnošć movement, this was a big share to achieve the East Europe as it is today.

In the train to Vienna we could summarize, that we liked the trip very much, we got to know very nice people and we learned so much during these couple of days. I liked best the mixture of the people on the trip, not only with respect to age (from students to people who were born in Tscheb), but also with respect to the different experiences of life (internment, refugees and people who came to Germany a long time after the war). Everything was very interesting and exciting and even if there had been a lot of very sad stories, we enjoyed the trip and had things to laugh about, too. That trip changed our points of view, the trip changed ourselves and we wouldn t have wanted to miss that experience.

In Vienna our geographical trip ended. For us, it had also been a travel through time, from the emigration of our ancestors eight generations ago and their lives in Tscheb, to war stories and histories of refugees from the second world war and the Balkan war, to the present day Eastern Europe. I do hope very much that the people there will have a happy future without war and expulsion. Also, I do hope that the descendants of the former Balkan people will visit these regions, as we did, because this could be a small contribution to an agreement between nations.


                                                                                                                                                                                                                          

28.12.1944: Marsch nach Kula von 55 Tscheber Frauen/Deportation n. Russland
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